...ging es beim Osterspaß- Nachmittag mit Anna-Lena und Ute. Zahlreiche Kinder konnten bei dieser Aktion des Familienzentrums mit ihren Eltern "Stups, der kleine Osterhase" singen, Eier marmorieren, Kresse in selbst gestalteten Papptöpfen aussähen und kleine Küken aus dem Ei basteln. Auf dem Flur übten sich einige Kinder beim Eierlauf. Eine Mutter stoppte auf Wunsch der Kinder die Laufzeiten. Es war ein sehr vergnügter und kreativer Nachmittag mit vielen bunten Fingern und schöner Osterdeko.
...am Beispiel "Die Kinder planen das Faschingsfest" Jedes Jahr freuen sich besonders die Schlauen Füchse auf das Faschingsfest! Warum? Weil sie das planen dürfen!
Ja, genau. An diesem Tag legen wir Erwachsene das Zepter aus der Hand; beziehungsweise schon im Vorfeld bei der Vorbereitung. Aber erklären wir das mal von Anfang an:
Das Thema Partizipation ist uns vor ein paar Jahren begegnet. Es bedeutet Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Mitsprache, Einbeziehung usw. Also ein Teil der Demokratie. Und da uns das so sehr angesprochen hat, haben wir so viel wie möglich davon im Kindergarten umgesetzt. Im gesamten Kindergartenalltag finden bei uns partizipatorische Prozesse statt, doch das Faschingsfest ist für die Kinder eine ganz besondere Form der Mitbestimmung. Die Kinder lernen so „spielerisch“ die Bedeutung von Demokratie und Verantwortung kennen. Sie haben eine Stimme, die gehört und ernst genommen wird. Wir bekräftigen Kinder dabei, ihre Meinung zu sagen und so stärken wir ihr Selbstbewusstsein.
Und wie läuft das nun ab?
Im Vorfeld wählen wir mit den Schlauen Füchsen einen Ausschuss für das Vorhaben. Dazu dürfen sich alle Kinder, die das möchten, zur Wahl stellen. Zuvor werden die Aufgaben erklärt, denn es ist viel Arbeit, im Faschingsausschuss zu sein. Die Kinder, die dem zustimmen, legen ihre Bilder in einen Raum. Nun bekommen alle 5 Glasnuggets. Jeder „Schlaue Fuchs“ darf allein wählen gehen, eine Erzieherin steht bei Fragen zur Seite. Die 5 Steinchen sollen nun auf den Bildern verteilt werden. Auch sich selbst darf man natürlich wählen.
Wenn alle gewählt haben, wird ausgezählt; die Kinder mit den meisten Steinen gewinnen die Wahl und sind somit im Ausschuss. Ja, es gibt natürlich auch Kinder, die traurig sind. Doch auch diese dürfen als Besucher oder als Vertretung dabei sein.
Nun beginnt das große Planen, welches im Mitarbeiterraum stattfindet. Wichtige Dinge müssen ja einen wichtigen Raum haben! Ich stehe immer am Flipchart und moderiere unsere Treffen. Das heißt, ich gebe den Kindern einen Rahmen vor. In diesem können sie ihre Entscheidungen treffen. Wir haben uns im Team darauf geeinigt, dass die Kinder das Essen, die Angebote, die Verteilung der Erwachsenen, die Dekoration und die Einladungen planen und vorbereiten dürfen. Wir gehen sehr strukturiert vor.
Wie fast jedes Jahr planen wir dieses Mal als erstes die Frage des Essens. Zuerst sammeln wir Wünsche von der Faschingsgruppe. Diese schreibe ich auf das Flipchart. Damit die Kinder das auch lesen können, male ich passende Symbole daneben. Wenn wir denken, es sind ein bisschen wenig Ideen, dürfen auch die anderen Kindergartenkinder befragt werden. Alle Ideen kommen auf das Flipchart. Danach geht es an die Entscheidungsfindung. Denn alles, was auf der Liste steht, wäre etwas zu viel. Dazu bekommen die Kinder Klebepunkte, die sie auf das Essen kleben, welches sie unbedingt haben wollen. Natürlich zählen wir wieder gemeinsam aus. Und schon sind wir mit der Essensplanung fertig. Ja, manchmal muss ich mich zurücknehmen, denn der Geschmack der Kinder trifft nicht immer meinen – und schon gar nicht meinen Vorstellungen von gesunder Ernährung. Aber wann dürfen die Kinder mal so etwas planen und vielleicht auch mal etwas über die gängigen Regeln schlagen? Die Kinder sind auf jeden Fall hoch begeistert und freuen sich über das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird. Die Kinder teilen sich noch für den Kuchen ein und sollen dies selbstständig mit ihren Eltern besprechen. Das funktioniert ganz gut, denn die Kinder wissen, dass sie eine wichtige Aufgabe haben.
Und so planen und entscheiden wir auch die anderen Punkte. Am Ende sind alle zufrieden. Wenn nicht, finden wir auch hier gemeinsam Lösungen.
Die Einladungen schreiben wir auch gemeinsam. Die Kinder dürfen sich aussuchen, ob wir sie mit dem Computer erstellen, oder ob sie die Einladungen selbst schreiben wollen. Mit dem Computer geht es meist schneller und mit weniger Arbeit. So machen wir es in diesem Jahr. Wir überlegen, was in solch einer Einladung stehen muss. Was ist alles wichtig zu wissen, und an wen soll sie sich richten? Nachdem dies alles geschafft ist und wir genug Einladungen für alle Kinder ausgedruckt haben, werden diese von den Kindern in den Fächern verteilt.
Natürliche kaufen wir auch mit den Kindern ein. Alles, was wir im Edeka vor Ort bekommen können, wird auch hier gekauft. Meist sind die Kinder dabei sehr aufgeregt und finden noch mindestens 1000 Sachen, die man auch gebrauchen könnte (vor allem Süßes…). Doch wir haben eine Einkaufsliste, an die wir uns halten. Alles andere besorge ich – dies ist mit den Kindern natürlich auch abgesprochen.
Nun hat der Faschingsausschuss noch die Aufgabe, mit den Erwachsenen im Baumhaus die Gruppen zu schmücken. Da helfen natürlich auch alle anderen Kinder gerne mit.
Und dann ist der Tag endlich da! In diesem Jahr ist es der Dienstag nach Rosenmontag - so haben wir mehr Zeit für die Vorbereitungen.
Die Kinder sind glücklich über IHR Faschingsfest. Und weil sie in diesem Jahr so motiviert waren, haben sie sogar eine kleine Aufführung einstudiert, die in dem großen Kreis bewundert werden konnte. Die haben wir übrigens ganz heimlich im Büro geübt 😉 Und hinterher sind die Kinder sehr zufrieden mit ihrer Planung und Durchführung!
So oder so ähnlich läuft das in jedem Jahr ab. Die Kinder freuen sich manchmal schon am Anfang der „Schlauen Füchse“- Zeit auf dieses Fest. Ein richtiges Kinderfest, wo wir Erwachsene mal das machen, was die Kinder wollen… Und weil die Kinder mit so viel Engagement und Freude dabei sind, macht auch mir diese Arbeit jedes Jahr wieder riesige Freude! Eure Dani
...konnten wir in diesem März Natalie Ackermann von Herzen gratulieren. In der Kita auf dem Holtenser Berg startete sie ihre Berufslaufbahn als Erzieherin, nachdem sie dort auch ihre Ausbildung erfolgreich gemeistert hatte. Natalie ist ein Nikolausberger Urgestein. Sie ist hier aufgewachsen und verbrachte sogar schon ihre Kindergartenzeit im Baumhaus. So war es für sie eine Freude, auch als Erzieherin hierher zurückzukehren. Wie viele Familien lernt man eigentlich in mehr als 30 Jahren kennen? Mit viel Herzblut, Ideenreichtum, Spontanität und Liebe zu ihrem Beruf übt sie seit August 2012 die Leitungsposition in "ihrem" Nikolausberger Baumhaus aus. Der ev. Kita- Verband als Träger, das Baumhaus-Team und der Kirchenvorstand gratulieren Natalie Ackermann zu diesem 30jährigen Jubiläum und ihrer verläßlich guten Arbeit! Der Kita-Verband überreichte ihr aus diesem erfreulichen Anlass eine Urkunde, das Kita-Team sang Natalie ein ganz persönliches Jubiläums-Lied vor und schenkte ihr ein kleines Quittenbäumchen mit vielen Wünschen. Und die Vertreterin des Kirchenvorstandes überraschte sie mit einer sehr köstlichen Erdbeercreme-Torte. Danke für Dein tolles Engagement, liebe Natalie! Wir wünschen uns noch ganz viel Freude beim gemeinsamen Wirken für die kommenden Jahre!
Endlich mal wieder eine Aktion für Väter mit ihren Kindern! Ja – am Samstag, den 8.3. war es mal wieder so weit. 9 Väter mit ihren Kindern sind zu uns in den Kindergarten gekommen, um mal wieder kreativ zu werden. Aber nicht einfach so basteln! Nein wir wollten richtig werken. Und zwar Sonnenfänger und TicTacToe-Spiele waren im Angebot. Der Sonnenfänger kam besonders gut an – es schien ja auch die Sonne… Als erstes mussten die Holzscheiben geglättet werden. Da wir keine Schleifmaschine haben, ging das per Handarbeit. Gar nicht mal so einfach und anstrengend ist das auch noch. Gut, dass Groß und Klein sich dabei abwechseln konnten. Das Ergebnis war eine schöne glatte Holzscheibe. Dann durfte man sich ein paar Glassteinchen aussuchen, auf der Scheibe platzieren und den Platz markieren. Danach waren die Papas gefragt. Mit großen Bohrmaschinen sollten Löcher in die Holzscheiben gebohrt werden. Die Holzspäne flogen nur so durch die Luft und die Kinder mussten gut aufpassen, dass sie nichts ins Auge bekamen. Damit die Löcher auch richtig passend für die Steinchen wurden, musste mit einer Raspel nachgearbeitet werden. Hier konnten die Kinder wieder prima mithelfen. Und dann konnten endlich die Steine in die Löcher geklebt werden. Dies machten die Väter mit einer Heißklebepistole, aber Achtung, da kann man sich schnell die Finger verbrennen. Meist haben die Kinder, während die Väter gebohrt haben, sich ein TicTacToe-Spiel hergestellt. Das Bemalen der Baumscheibe war relativ einfach. Für die Spielsteinchen mussten sie sich schon etwas anstrengen, denn es mussten je 5 sortengleiche Spielsteine sein. Die meisten Kinder entschieden sich hierbei für das Bemalen von Steinen. Aber auch Muscheln und Deckel von Tetrapacks waren möglich. Ja, auch Hände und manchmal sogar Haare wurden ebenfalls bunt. Doch das hat sich gelohnt, denn alle Werke sind wunderschön geworden! Nach 2 Stunden Arbeit und gemeinsamen Aufräumen sind alle zufrieden nach Hause gegangen!
Diese Woche stand ganz im Zeichen "Das Baumhaus auf Entdecker -Tour". Schon von Weitem konnte man die Baumhaus-Kinder in den vergangenen Tagen mit ihren gelben Leuchtwesten durch Nikolausberg gehen sehen. Es wurden Ausflüge zum Wasserhäuschen am Waldrand gemacht, verschiedene Spielplätze besucht und die ersten Frühblüher entdeckt. Sonne, Kinder und Erzieher*innen strahlten gemeinsam um die Wette.
Ein halbes Jahr stand unser Feuerwehrauto im Theater und hatte dort viele Spiel -Einsätze. Die aus Pappe hergestellte Leiter zeigte nun deutliche Verschleißerscheinungen. Da musste eine neue hergestellt werden. Am Besten so, dass sie Wind und Wetter standhält, denn sie soll nun wieder im Garten zum Rollenspiel anregen. Viele Kinder halfen beim Lackieren der Holz-Sprossen und leimten und schraubten die Feuerwehrleiter zusammen. Die alte und kaputte Pappleiter wurde von 2 Kindern abmontiert. "Kann man da drauf klettern?" Diese Frage müssen wir mit einem deutlichen "Nein, lei(t)der nicht!" beantworten.
Großen Applaus bekamen die 5 Kinder der Faschings- Vorbereitungsgruppe für die tolle Planung und den Faschingsfeierauftakttanz "Wir feiern heut den Karneval, die schönste Zeit im Jahr..." Eine Riesenpolonaise führte alle Feierfreudigen durchs Baumhaus. Ob Fasching oder Karneval, die Begrifflichkeit für dieses bunte und ausgelassene Fest an diesem Dienstag war den meisten ganz egal. Die Frage war hier eher: Gehe ich zuerst zum Topfschlagen, tanz ich in der Disco, gehe ich zum Dosenwerfen, spiele ich das beliebte Obstgartenspiel oder lasse ich mich schminken??? Alles war möglich, sogar mal chillen zwischendurch. Als leibliche Stärkung wartete auf alle Gäste ein reichhaltiges süßes Buffet in unserem Speiseraum. Das Highlight waren hier sicherlich die Schokobrunnen, in die man Obst eintauchen konnte. Traditionell zu unseren Faschingsfeiern gab es zum Mittagessen wieder einmal Nudeln mit Tomatensoße und viele glückliche Gesichter.
Wer hat Angst vor Spinnen? Vor Otto, der Spinne braucht man sie eher nicht zu haben. Otto wird 3 Jahre alt und möchte mit den anderen Tieren seinen Geburtstagskuchen teilen. Doch weil Otto eben eine Spinne ist, haben die anderen Tiere Angst vor ihm. Otto ist aber eine ganz besonders nette Spinne. Unter den Baumhauskindern hat er jedenfalls viele Freunde gefunden. Was bei Otto ganz besonders ist: Seine Geschichte wird in vielen unterschiedlichen Sprachen gelesen. Die Kinder haben die Geschichte schon auf französisch, russisch, arabisch, koreanisch und polnisch hören dürfen. Es ist für die Kinder sehr spannend, den Klang der unterschiedlichen Landessprachen zu hören. Da gibt es sicher noch viel Neues zu entdecken. Am Freitag hören wir, wie die Geschichte in chinesischer Sprache klingt. Einfach toll, dass Familien aus verschiedenen Heimatländern im Baumhaus ihre Kinder betreuen lassen und den Kindern ihre Sprache vorstellen. Wir mögen diese Vielfalt sehr!
...bieten wir seid Kurzem an, um die Kinder mit ihren Themen zu hören, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und demokratische Prozesse kennenzulernen und zu üben. Dazu gehört z.B. seine Meinung zu äußern, über unterschiedliche Themen Entscheidungen zu treffen und abzustimmen, Absprachen und Regeln kennenzulernen und zu verstehen oder sie zu hinterfragen. Auch Fragen können hier gestellt und- wenn möglich- beantwortet werden. So hatten wir in diesem Kreis gemeinsam überlegt und gesammelt, was Kinder dürfen und was lieber nicht. Daraufhin hat sich ein Kind zu Hause gefragt, wo die ganzen Regeln denn aufgeschrieben sind, die es so gibt. In einem Gesetzbuch....zum Beispiel. Wir haben eine Kita- Mutter, die von Beruf Rechtsanwältin ist. Sie hat doch bestimmt ein Gesetzbuch? Wir fragten sie und luden sie ins Baumhaus zum "Dies und Das"- Kreis ein. Und sie zeigte uns u.a. Gesetzbücher. Darüber hinaus erzählte sie uns auch auf kindgerechte Weise, was eine Rechtsanwältin für Aufgaben hat. Zwei Leute streiten sich und beide meinen, sie haben recht. Da kann ein Rechtsanwalt helfen. Es gibt Bücher, in denen steht, was erlaubt ist und was nicht. Und wenn die beiden Leute sich trotzdem nicht vertragen können, entscheidet ein Richter darüber, was geschehen soll. Wer entscheidet beim Fußball, wenn die Spieler sich nicht an die Regeln halten? Diese Frage konnten einige Kinder beantworten: Das macht der Schiedsrichter. Die Kinder lauschten den Worten sehr interessiert und sagten, was sie dazu wußten. Vor Gericht trägt ein Rechtsanwalt eine Robe. Das erfuhren die Kinder auch und durften diese sogar einmal anziehen. Die Gesetzbücher konnten sich die Kinder in die Hand nehmen und merkten dabei, wie schwer sie sind und dass gar keine Bilder darin zu finden sind. Vielen Dank für diesen sehr interessanten Einblick in einen wichtigen Bereich unserer Demokratie!